"Hallo! Mein Name ist Sandra und ich liebe es über alles, bei einer guten Tasse Tee kreativ zu sein. Schön, dass du da bist! Im Blog findest du aktuelle künstlerische Projekte, Tipps zum Malen und Zeichnen und jede Menge Inspiration aus meinen Erfahrungen im Umgang mit Aquarell- oder Acrylfarben."


Bleistiftzeichnung mit Schummelnudel: Die "Crazy Guys" sind am Start

Fünf kleine mit Bleistift gezeichnete, witzige Kritzelcharaktere mit fantasievollen Namen
Bleistiftzeichnung: Kritzelcharaktere "Crazy Guys"

Hast du schon einmal im Zug gezeichnet? Ich kann dir nur sagen, dass das eine ganz schön wackelige Angelegenheit sein kann. Deshalb kam es mir gerade recht, einfach nur einen Bleistift zu schnappen und ein paar meiner Kritzel-Charaktere zu erschaffen.

 

Diesmal hatte ich einen Estompe im Mäppchen dabei, der mir dann auch gute Dienste geleistet hat, indem er mir weiche Schatten und Übergänge beschert hat. Im Übrigen wusste ich bis vor Kurzem nicht, dass der Estompe auch "Schummelnudel" genannt wird. Ich finde den Begriff ganz witzig, aber irgendwie auch entwertend. Warum sollte man in der Kunst nicht jedes Werkzeug nutzen dürfen, das einem Spaß macht?

 

Ich kann mich noch an den Kunstunterricht erinnern, in dem das Wischen und Schummern auch nicht gerne gesehen wurde. Schraffieren und einzelne Striche in Richtung der zu zeichnenden Form zu setzen war die erwünschte Technik. Nun ja, das liegt lange zurück. Und aus Protest habe ich geschwummert und geschummelnudelt, was das Zeug hält. :-)

 

Dabei sind ein paar verrückte Typen entstanden:

  • Glasaugen-Pilznäsler: Tarnt sich als Pilzkörper und lebt in der Erde. Gräbt man ihn versehentlich aus, kann er ziemlich bissig reagieren. Aus seinem Körper ploppen bei Bedrohung Scheinaugen hervor, die den Angreifer verwirren sollen.

 

  • Schirmchen-Greifler: Hat kleptomanische Charakterzüge in Bezug auf Cocktail-Schirmchen. Fehlen diese in Getränken, ist ein Greifler nicht weit. Leider wurde noch nicht erforscht woher die Faszination für die Schirmchen rührt und was die Greifler letztendlich mit ihrer Sammlung bezwecken.
  • Aktenvernichtling: Sein natürliches Habitat ist das gemeine Büro. Er liebt es, mit seinen Greifscheren Akten zu zerstören und verachtet elektrische Aktenvernichter, die er instinktiv angreift. Leider zieht er sich dabei des Öfteren Schnitte zu.
  • Oktopoden-Blubbler: Hat ein freundliches Gemüt und wird oft in Aquarien gehalten, um dezente Luftblasen aufsteigen zu lassen. Charakteristisch ist die Kopfform, die ein bisschen so aussieht, als würde das Tier eine Mütze tragen. Was es natürlich nicht tut! Das wäre ja verrückt!
  • Scheinmaul-Schuppling: Bewegt sich hüpfend fort. Mit seinen großen Kulleraugen entgeht ihm keine unbeaufsichtigte Eiscreme-Quelle. Der Schuppling besitzt nur einen Oberkiefer, weshalb er Nahrung in Form von Eiscreme in dünnen Schichten mit seinen Zähnen abschabt und in seinen Magen saugt.

 

 

 

Freiluftzeichnen auf der Landesgartenschau Ellwangen: Eindrücke mit Polychromos Buntstiften festgehalten

Buntstiftzeichnung mit Polychromos: Pavillon links mit Bäumen im Hintergrund und Blumenbeet im Vordergrund, und Euphorbia millii rechts in Weiß mit grünen Blättern
Buntstiftzeichnung mit Polychromos: Pavillon und Euphorbia millii

Anfang der Woche hat mich die liebe Saskia besucht und wir waren an einem der Tage auf der Landesgartenschau in Ellwangen.  Nachdem wir erst einmal ordentlich Zeit damit verbracht hatten, Motive fotografisch zu sammeln, haben wir doch noch unsere Skizzenbücher aus den Rucksäcken geholt. 

Ich habe gefühlt seit Ewigkeiten nicht mehr mit meinen Polychromos gemalt und hatte eine Auswahl der Stifte für das Freilichtzeichnen auserkoren. In Sichtweite erspähte ich einen kleinen Pavillon. Architektur und Natur (= Archinatur) in Kombination funktioniert immer, dachte ich mir. :-)

 

Das Motiv habe ich mit gelbem Farbstift vorgezeichnet und dann mit leichten Schraffuren die Farben angelegt. Zum Kobaltgrün im Hintergrund hatte mir Saskia geraten, was mir inzwischen (!) super gut gefällt. Ich habe zu Hause sogar noch eine weitere Schicht der Farbe darüber gelegt, um sie zu verstärken. Für das finale Nachbearbeiten am Schreibtisch hatte ich mir noch vor Ort ein Foto gemacht, damit ich die Helligkeiten und Dunkelheiten nochmal überarbeiten konnte.

 

Ich entschied mich am nächsten Tag spontan für eine weitere Buntstiftzeichnung. Da ich tags zuvor den Spruch meiner Dozentin aus München gebracht hatte, weiße Blüten wären einfach zu malen und zeichnen, kam ich aus Gewissensgründen quasi nicht drum herum, die Euphorbia millii zu portraitieren. :-) Ich habe mich hauptsächlich auf folgende Farbtöne beschränkt:

  • 168 Grünerde gelblich: Ich liebe diese Farbe einfach abgöttisch, weshalb mir aktuell nur ein kleiner Stummel bleibt und ich den Farbton leider unbedingt demnächst nachkaufen muss. 
  • 165 Wacholdergrün: Passt super zur Grünerde, wie ich finde. Und da die Unterseite der Euphorbia-Blätter hell, und die Oberseite dunkel ist, war das ein perfektes Match.
  • 129 Krapplack Rosa: Pink und Rosa vermeide ich normalerweise im Alltag, wo es geht. Aber die Euphorbia millii hat nun einmal rosa Puder auf dem Antlitz. Was soll man machen. :-)
  • 133 Magenta: Ist für mich per Definition kein Magenta, da es viel zu dunkel ist, aber es funktioniert in Kombi mit Wacholdergrün perfekt als dunkler Farbton zwischen den Blättern
  • 274 Warmgrau V: Moment, es gibt mindestens fünf warmgraue Töne bei den Polychromos? Wie verrückt ist das denn?! Ergibt mit 184 Neapelgelb eine sehr gute Schattenfarbe auf den weißen Blüten.

Wie schön! Mit diesen beiden Zeichnungen habe ich den genialen Tag - trotz künstlerunfreundlicher Windböen und blechbläserisch begleiteten Gesangsentgleisungen - fest im Gedächtnis verankert. :-) Und wenn du bis hierhin gelesen hast und dich immer noch fragst, wer eigentlich Saskia aka Tiny Guards ist, dann besuche sie doch unbedingt auf ihrer Webseite oder schau auf ihrem Kanal bei YouTube rein! Du findest dort insbesondere Blogbeiträge und Videos zu ihrem Spezialgebiet, nämlich dem Ozean mit all seinen Bewohnern. Man merkt ihrer Arbeit an, wie viel Zeit, Liebe und Detail in Planung und Ausführung fließen, sodass am Ende durch die charakteristische Komposition und Farbwahl auf dem Papier eine wundervolle Unterwasserlandschaft entsteht. Ich verlinke dir hier Saskias Onlinepräsenzen:

Acrylmalerei: Elektronik für Schafe

Acrylbild mit Sternenhimmel, allen Planeten und im Vordergrund Shaun das Schaf, das ein Elektronikbuch liest. Shaun sitzt unter einem Kabelbaum, um ihn herum elektronische Bauteile, eine Sternenpflanze und eine Lego-Pflanze.
Acrylbild "Elektronik für Schafe"

Mein großer Neffe hat sich ein Bild von mir zum Geburtstag gewünscht. Als ich ihn fragte, was er denn gerne für ein Motiv hätte, war die Antwort: "Egal!".

Glücklicherweise hatte ich noch ein paar Wochen Zeit, um mir Gedanken zu machen. Keine genauen Vorgaben zu haben, ist für mich Fluch und Segen zugleich. Einerseits stehen mir alle Möglichkeiten offen, was genial ist, denn dann kann ich mir die Rosinen heraus picken und das malen, worauf ich auch selbst Lust habe. Andererseits erfordert genau das irgendwann eine Entscheidung. Und wie das nun einmal so ist, sinkt die Entscheidungsfreudigkeit mit steigenden Optionen drastisch. Letztendlich habe ich mich für eine Szene mit Shaun dem Schaf entschieden, weil mein Neffe die Serie so liebt. Und da er seit dem Kleinkindalter einen bemerkenswerten Hang zu Technik und Elektronik hat, lag es nahe, entsprechende Elemente einzubringen.

Schritt 1: Hintergrund anlegen

Acrylbild Hintergrund: Weltall Himmel mit Dünen im Vordergrund, alles in Blau, Lila, Türkis gehalten.
Acrylbild vorbereitet: Hintergrund

Zunächst einmal galt es, den Hintergrund anzulegen. Statt einem Schwarz entschied ich mich beim Sternenhimmel für Indigo. Das hat eine schöne bläuliche Tiefe, ohne gleich erschlagend düster zu sein. Ich mischte für den galaktischen Eindruck etwas Magenta und Türkis hinzu, um das Dunkel aufzubrechen. Wäre dies ein Aquarellbild geworden, hätte ich zu diesem Zeitpunkt entspannt zugesehen, wie die Farben ineinander laufen. Stattdessen beeilte ich mich bei 28 Grad Zimmertemperatur, die Fläche einigermaßen ebenmäßig hinzubekommen, bevor die Farbe trocknete. Mit einem großen Pinsel war dann auch schnell die Himmelskörper-Oberfläche angelegt. Hier habe ich mich an Fotografien von Dünen orientiert, um das Prinzip von Hell und Dunkel auf die Leinwand übertragen. 

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Selbstgemachtes findest du übrigens auch hier...

...in meinem Etsy-Shop. Was genau ich dort anbiete, kann ich dir an dieser Stelle nur ungefähr sagen. Meistens stehen dort Artikel zum Verkauf, die ich in kleiner Stückzahl habe drucken lassen (zum Beispiel meinen Geburtstagskalender oder den Saisonkalender mit Obst und Gemüse). Bemalte Baumscheiben sind dort als Einzelstücke zu erwerben, sowie Genähtes wie meine Notizbuchhüllen. Weitere Drucke, Lesezeichen und sonstiges Ge- und Bemaltes findet so nach und nach einen Platz in meinem kleinen Onlineshop. 

 

Schau doch gerne vorbei. Und falls du einen Sonderwunsch hast, schreibe mir gerne bei Etsy oder hier auf der Webseite im Kontaktformular eine Nachricht. :)



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